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Historische Kleidung

Reit- und Jagdkleid (Mitte 18.Jahrhundert)

Wolltuch, schwarzblau; Baumwolle, dunkelrot

Da vielen Damen die weitausgeschnittenen, aus empfindlichen Stoffen genähten Kleider des 18.Jahrhunderts für Aktivitäten außer Hause unpraktisch erschienen kam bereits Ende des 17.Jahrhunderts die Mode auf, für Betätigungen wie Reiten, Jagen oder Reisen Elemente aus der Herrenkleidung zu übernehmen. Die Jacke dieses Ensembles erinnert an einen Justaucorps, weist eine geknöpfte, hochgeschlossene Mitte, lange Ärmel mit Aufschlägen und Taschen auf, wie auch die Röcke der Herren. Um nicht auf den modischen Chic zu verzichten wird natürlich auch hierzu ein Rock mit Pochen (kleiner zweigeteilter Reifrock) darunter getragen.

Ein kecker Dreispitz und ein wärmender Muff aus Lammfell runden das Bild ab.

Schnitt eines erhaltenen Originals aus dem englischen Museum „Snowshill Manor“ wurde für diese Jacke herangezogen.