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Historische Kleidung

Kleidung einer einfachen Frau 1800-1810

Bedruckte Baumwolle, orangerotes Leinen

Als in den späten 1790ern die Taillenlinie in der Mode nach oben wanderte, blieb diese Veränderung auch für die Kleider der einfachen Frauen nicht ohne Folgen. Auch wer sich nicht die neuste Mode leisten konnte wollte nicht altmodisch wirken und so wurden viele Kleider auf die neue Linie umgeändert.

Dieses Kleid besteht aus einem Leinenrock, der an ein kurzes Mieder angenäht ist, welches ihn auf der modischen Empirelinie hält, darüber wird ein loses, einfaches Jäckchen getragen, wie sie oft auch von den Frauen selbst genäht wurden. Das Jäckchen wird mittels Tunnelzügen auf Figur gebracht. Ein Fichu (Schultertuch) bedeckt das tiefe Dekoltée und eine Schürze schützt das Kleid bei der täglichen Arbeit vor Schmutz. Die große rüschenverzierte Haube entspricht der neuesten Mode, von vornehmen Damen wurden solche Kopfbedeckungen morgens beim Frühstücken getragen, von den niederen Ständen den ganzen Tag über, denn aufwändige Frisuren konnte sich hier niemand leisten.